Unser Hort

Informationen, Wissenswertes und Fotoimpressionen zu unserer Arbeit.

"Darum ist unser Hort wichtig", "Tages- und Wochenstruktur", "Natur und Jahreszeiten" und "Elternarbeit"

Unser Anliegen ist es, den Kindern am Nachmittag Raum und Zeit zum Ausatmen und Verdauen des Schulgeschehens zu geben und ein Stück weit ein "zu Hause" zu bieten. Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, sich wohl zu fühlen, Gemütlichkeit zu genießen, vertrauensvolle Bezugspersonen um sich zu haben, spielen, ausruhen, malen, toben ... können. Und dabei findet so ganz nebenbei Entwicklung und Lernen statt.

Das freie Spiel ist von grundlegender Bedeutung für das kreative und fantasiegeleitete Entdecken der Welt und der eigenen Möglichkeiten darin. Erlernen und Einhalten von selbstgesetzten Regeln und die Übernahme von unterschiedlichen Rollen im freien Spiel ermöglichen dem Kind in großen Anteilen seine individuelle Entwicklung. Das von der Erzieherin/dem Erzieher behütete, aber möglichst unbeeinflusste freie Spiel, braucht den methodisch richtigen Raum.

Drei Kinder stehen hinter einer Tücher-Festung im Freien, die aus grünen, blauen und rosafarbenen Laken besteht, die über Seile und Stangen drapiert sind, und in deren Nähe ein Weidenkorb auf dem Boden steht. Im Hintergrund sind Bäume und Zäune zu sehen.

Das freie Spiel

Am individuellen zweckfreien Spiel und im künstlerischen Tun erwachen und entfalten sich die Fantasie- und Vorstellungskräfte der Kinder, welche die Grundlage für alle abstrakten, späteren Denkprozesse bilden. So brauchen Kinder für ihre Selbstbildungsprozesse in diesem Alter viele konkret erfahrbare Anregungen. Auf abstrakte Lerninhalte wird daher noch bewusst verzichtet, wenn keine Sinnesbezüge hergestellt werden können.

Drei Kinder spielen draußen; ein Mädchen benutzt zwei Stöcke und eine Schnur, um eine große Seifenblase zu machen, während zwei Jungen zusehen und sich bücken. Grüne Bäume und Sonnenlicht schaffen eine fröhliche, lebendige Atmosphäre.

Freies Malen

Das freie Malen und das beseelt bildnerische Gestalten mit geeigneten Materialien ermöglichen den Kindern Erlebtes zu verarbeiten und ihre inneren Welten und Gefühle darzustellen.

Vier kleine Kinder sind um einen Tisch versammelt und zeichnen und untersuchen Gegenstände. Auf dem Tisch liegen Buntstifte, Kerzen und eine Wasserflasche. Im gemütlichen Hintergrund sind ein Bücherregal und ein Adventskranz zu sehen.

Hand- und Bastelarbeiten

Hand- und Bastelarbeiten beruhigen und harmonisieren und bringen die eigene Kreativität zum Ausdruck, wobei in Anlehnung an die Jahreszeiten und -feste schöne und nützliche Dinge entstehen. Gleichzeitig wird die Feinmotorik angeregt und handwerkliche Fähigkeiten und Kulturtechniken erworben. Außerdem fördert das Arbeiten mit beiden Händen beim Stricken zum Beispiel, kombiniert mit dem notwendigen Zählen der Maschen, die Vernetzung beider Gehirnhälften und leistet die Vorarbeit zur Entwicklung später benötigter Kompetenzen des menschlichen Gehirns.

Zwei Kinder sitzen auf Bodenkissen mit roten Kissenrücken, lächeln und halten buntes Garn. Sie scheinen gemeinsam in einem gemütlichen Innenraum mit Teppichboden zu nähen.

Eigene Kreativität wecken

Auch die Beschaffenheit des pädagogischen Materials und der Spielzeuge richtet sich darauf aus, eigene Bilder und Kreativität im Kind zu wecken, sodass das Kind diese aus sich selbst heraus  entwickeln kann. Holz, Steine, Zapfen, Wolle und andere Naturmaterialien regen die Sinne an, haben im Unterschied zu Plastik einen Informationsgehalt für die fühlende Hand und stellen den Bezug zur Natur her.

Eine kleine, braune Tonfigur mit zwei Fühlern steht auf einem Felsen, umgeben von grünen Blättern und Pflanzen. An ihren Seiten sind zwei kleine gelbe Gegenstände befestigt, und ein Stiel verdeckt teilweise ihr Gesicht.

Zyklus der Jahreszeiten

Der rhythmisierte Alltag folgt auch dem Zyklus der Jahreszeiten und -feste. Dabei gewährt seine Regelmäßigkeit Sicherheit, vermittelt Geborgenheit und stellt eine klare Verlässlichkeit für die Kinder dar. Die pädagogische Gestaltung einer zeitlichen und inhaltlichen Kontinuität ermöglicht es den Kindern, sich vertieft auf das freie Spiel und das „ganz bei sich sein“ einzulassen.

Ein kleines Kind in einem grünen Mantel und einem rot gemusterten Kopftuch lehnt dicht an einem rot umrahmten Fenster und schaut aufmerksam hinein, wobei sein Spiegelbild im Glas sichtbar ist. In der Nähe befinden sich Tannenzweige und eine kleine Pflanze.

Emotionales Eintauchen

Ganz wichtig für die Ausbildung der individuellen Vorstellungskräfte ist das eigene innere Erschaffen von Bildern, angeregt durch das emotionale „Eintauchen“ in Märchen und Geschichten, gelesen oder erzählt von der Bezugsperson. In guten Geschichten und Märchen treten Zusammenhänge von Kultur, Natur und Menschen in Erscheinung und werden über die eigenen Bilder im Kind verankert.

Medien wie CD´s, Kassetten und Radio fördern unseres Erachtens nicht die Sprachentwicklung. Sie können eine differenzierte Gehörentwicklung bis zum 10. Lebensjahr sogar stören und finden deshalb bei uns keine Verwendung.

Durch unser Wirken als Gruppenerzieher(in) wollen wir die sozialen, emotionalen und geistigen Kompetenzen der Kinder entwicklungsfördernd unterstützen.

Eine Gruppe von Kindern und ein Erwachsener sitzen um einen Tisch, lächeln und formen Teig mit ihren Händen. Auf dem Tisch stehen Schüsseln und ein Teller mit Teigstücken, in der Mitte steht eine Pflanze. Der Raum ist hell mit großen Fenstern.

Das alltägliche Leben

Das Miterleben und Mittun bei alltäglichen und natürlichen Prozessen, wie zum Beispiel Kuchenbacken, Brötchenteig kneten oder Zimmer fegen, und damit auch das Erlernen von Geduld und Achtsamkeit ist eines der vielen Teilziele unserer pädagogischen Arbeit.

Weitere Einblicke in unseren Hortalltag erhalten Sie in den Unter-Kapiteln "Darum ist unser Hort wichtig", "Tages- und Wochenstruktur", "Natur und Jahreszeiten" und "Elternarbeit".